Archiv des Autors: monges

Ähem ähem…

Ich muss dann ja doch noch mal etwas loswerden….

Einige von euch werden sich in Bremen fragen, ei wo ist denn der @supaheld. Ganz einfach, ich bin nicht da. nd das als Kandidat, so eine Frechheit.

Davon abgesehen habe ich gestern scheinbar vielen Leuten aus dem Herzen gesprochen. Nun, gern geschehen. Ich bin allerdings nicht der Heiland, mit dessen Wahl alle automatisch verschwinden. Unabhängig vom Wahlergebnis habe ich auch die Hoffnung, dass viele Leute mal darüber nachdenken, wie es denn weitergehen soll. Die Reaktionen, die ich bekommen habe, lassen sich in 2 Kategorien einteilen:

Erstens: der nörgelnde, nichtsmachende Besserwisserpirat, der sich empören auf einer Mailingliste als “Politik machen” empfindet und den politisch aktiven im Weg steht, ist wenig überraschend nicht einverstanden mit meiner Kandidatur und möchte mich am liebsten direkt PAVen.

Zweitens: der politisch denkende Mensch, der den unbedingten Willen hat, etwas zu verändern und gefrustet ist von all den Deppen und Spinnern, dem ein 2%-Ergebnis die Seele zerreisst, weil all die ganze Arbeit und Ideen nicht draußen ankommen, dank vieler “Parteifreunde”, wird mich unterstützen.

Ich könnte auch sagen, die einen haben verstanden: die Piraten müssen sich der Realität anpassen. Die anderen glauben, die Realität müsse sich den Piraten anpassen…

Einer allein bekommt all die Pfeifen nicht raus. Was wir brauchen sind mal einige Eigenschaften, die bei anderen Parteien auch funktionieren. Sowas wie Geschlossenheit. Die Aktiven mit politischer Denke müssen ungeachtet inhaltlicher Differenzen sich gemeinsam gegen all die Bremser einsetzen.
Ich mache da gerne den Vortänzer, aber ich mache auch nur das. Ich muss auch das ganz offen sagen, bevor ihr mich einfach so wählt und dann ein Jahr an der Backe habt 🙂

Wenn ihr dann doch mehr von einem Vorsitzenden erwartet, rate ich euch dringend, Thorsten Wirth zu wählen. Da habt ihr einen richtigen Vorsitzenden und ihr müsst euch eben alle zusammen tun und euch gegenseitig helfen. Thorsten und ich sind ja beide Frankfurter und machen seit 2009 auch zusammen Piratendinge, ich verspreche ihn gelegentlich zu beeinflussen.

Ansonsten wählt ihr bitte Caro und Christophe als Stellvertreter, Fl0range als Pol GF sowie Veronique, Daniel und Marco als Beisitzer. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und viel Spaß in Bremen.

Kandidatur zum Bundesvorsitzenden

tl;dr: Diese Partei hat nur noch eine Chance, wenn der neue Bundesvorsitzende ordentlich aufräumt.img_7307

Der Herr Schimanowski kandidiert als Bundesvorsitzender. Ich stand nämlich schon 2011 in Heidenheim für 5% und muss nicht erst 2017 dafür stehen, aber damals war ich euch noch zu authentisch. Jetzt bin ich gefrustet und immernoch authentisch.
Die ganz große Frage zuerst ist ja, was jemand aus dem LV Hessen einfällt, zu kandidieren. Durchaus berechtigt, aber selbst in Hessen gibt es Lichtblicke. Die trollende Mehrheit in Hessen mag mich nicht, so wie sie niemanden mögen, der politisch denkt. Davon abgesehen haben Wilm Schumacher und Hendrik Stiefel mich zum Ehrenthüringer ernannt.

Jeder kennt das Problem ja sicher aus einem eigenen LV. Es gibt da so diverse Gruppen, nämlich wahre Piraten, echte Piraten, wirkliche Piraten, Piraten innerhalb der Piraten usw.
Grob zusammengefasst sind das die Spinner- und Trololopiraten. Deren Hauptaufgabe ist es zu definieren, was piratig ist. Offenbar nicht piratig ist es, Ziele der Partei irgendwann mal umsetzen zu können. Denn es war für ganz viele schon immer viel wichtiger, sich nur parteiintern auszutoben, andere zu stören und zu sabotieren, mit dem bekannten Ergebnis. Basisdemokratie gröhlen, als würde die Existenz der Welt davon abhängen, das völlig schwachsinnige Themen statt Köpfe propagieren und nicht mal wissen, was das bedeutet und ständig den Verrat irgendwelcher Grundwerte der Partei befürchten von jedem, der bei irgendeiner Wahl 3 Stimmen bekommt. Weg mit dem Pack.

Es gibt übrigens nicht mehr “den Pirat”. Das haben wir versäumt, es gibt jetzt nur noch eine größere Interessensgemeinschaft. Wir sind auch keine Mitmachpartei, ich möchte lieber wieder Leute loswerden. Und zwar lockere 50%, denn wir sind auch nicht anders als der gesellschaftliche Durchschnitt, auch bei uns ist die Hälfte der Leute einfach dumm.

Genug gefaselt. Ich mag diese Partei derzeit nicht besonders. Es fehlt jemand, der mal aufräumt. Das sehe ich aber nicht und einer muss es ja machen. Die Wirkung nach außen interessiert im kommenden Jahr eh niemanden (was ihr an der anwesenden Presse beim BPT merken werdet), also können wir intern mal ordentlich aufräumen. Gesundschrumpfen.

Ich sehe meine Aufgabe darin, die ganzen Spinner wegzuekeln. Schluss mit heile Welt und dem Gedöns. Schluss mit “wir haben doch alle dasselbe Ziel”.Ziel ist, weg mit störenden Pfeifen!  Ich nehm selten ein Blatt vor den Mund und bin darin ganz gut. Und es gibt einfach genug Leute, die hier nix zu suchen haben. Für ganz spezielle Personen in der Liga Netreaper und Otla hab ich ja schonmal die AG Beine brechen gegründet und ich freue mich auch schon darauf, nach einem Jahr als Vorsitzender einen Tätlichkeitsbericht abzuliefern.

Der eine oder andere wird mich ja hoffentlich noch kennen, nicht nur aus Heidenheim, sondern auch aus Filmen wie “BPT-Orga Offenbach”, “OB-Wahlkampf vom Herbert”, “Mädchen für alles” und “politisch denkender Mensch als Listenkandidat in Hessen”. Notfalls auch als dauernölende Nervbacke @supaheld. Ganz viele tolle Leute mögen mich, genauso viel andere mögen mich nicht, viele halten Schwerte in der Hand, wen kümmert das schon. Mit mir gehen vielleicht die guten Sitten und das Abendland unter, diese Partei jedoch nicht.

Das ist übrigens keine Satire, ich bin wirklich so gut. Die Spinner dürfen mich jetzt beschimpfen, der Rest darf mich wählen!

Vom Shutdown, Spinnerparteien und der SPD

Jetzt ist es also soweit. Die Amerikaner fahren ihr Land herunter. Eigentlich sind es nicht “die Amis”, sondern die Republikaner. Dies auch nur aufgrund des Drucks des rechten Rands, der Tea Party: Ideologische Spinner, Rechtspropagandisten, Erzkonservative. Es geht den Republikanern im Repräsentantenhaus nicht nur um ihre völlig bescheuerten Ideen (ernsthaft, eine Krankenversicherung für jeden. Diese mag nicht perfekt sein, aber freuen wir uns doch für die USA, dass sie sich aus dem 19. Jahrhundert wegbewegen. Wie kann man da dagegen sein?), sondern um ihre Wiederwahl. Der eigene Machterhalt ist deutlich wichtiger als die Zukunft des Staates.

In Europa schütteln wir mit dem Kopf. Aber wie lange noch? Mitten in der EU ist das Gedankengut der Tea Party in ähnlichen Ansätzen weit verbreitet. Schauen wir uns die Regierung in Ungarn an. Ekelhaft ist es, was dort passiert.
Länder, denen es wirtschaftlich fantastisch geht, wie Norwegen, wählen eine linke Regierung zugunsten einer erzkonservativen Regierung ab. In Frankreich steht Hollande unter massivem Druck. Wie stark dort mittlerweile Front National ist, widerlich. Die Österreicher wählen mit über 20% die stark rechtspopulistische FPÖ und dazu noch den senilen rechten Spinner Stronach. Und wir bescheren der CDU Traumergebnisse und zusätzlich beinahe noch die absolut rechtslastige und menschenfeindliche AfD in den Bundestag. Was zur Hölle ist los mit der Gesellschaft, dass sie überall zunehmend Parteien wählen, die noch niedrigere Löhne wollen, noch mehr Menschen ausbeuten, ein negatives Menschenbild haben, Zwietracht zwischen unterschiedlichen Gruppen sähen und Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen? Ich weiß es nicht.

Szenenwechsel. Die SPD steht mit Sicherheit nicht in einer Linie mit den Republikanern aus den USA, mit Front National oder mit der AfD. Aber um den Bogen zum Anfang zu spannen: Was höre ich da von den Sondierungsgesprächen? Bevor es überhaupt um Inhalte geht, wird bereits gefordert, dass der SPD 6 Ministerien zustehen. Während dessen kommt eine Frau Nahles daher und sagt, eine Regierungsbildung kann sich bis Januar hinziehen. Sie haben da keine Eile: “Wir machen uns da die Hose nicht eng”.

Frau Nahles, es gibt ganz viele Dinge zum interpretieren, was denn der Wählerwille ist, aber mit Sicherheit gehört trödeln nicht dazu. Es gibt enorme Problem in diesem Land und wenn die SPD nicht gewillt ist, diese anzugehen, dann brauchen wir keine SPD. Ihnen mag die Hose nicht eng sein, aber im Rheinland würde man sagen, ihnen ist der Helm zu eng. Aber vielleicht möchten sie die Zeit ja für eine Gesangsausbildung nutzen, damit sie in der nächsten Legislaturperiode nicht weiter negativ auffallen.

Das Fazit ist: Mit Parteien wie der SPD, die glauben alle Zeit der Welt zu haben und doch nur an möglichst vielen Posten interessiert sind, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Wahlbeteiligung demnächst wieder sinkt oder die Menschen sich aus Frust extremen Parteien zuwenden. Lernen durch Schmerz. Ich möchte auf diesen Schmerz lieber verzichten. Dazu müssen die etablierten Parteien aber mit ihrer Machtgeilheit, mit ihrer Taktierei und ihrem überheblichen Getue aufhören. Der Grundstein muss jetzt gelegt werden, damit es in 20 Jahren keinen shut down durch die europäischen Spinnerparteien geben wird.

Wenn aus Wahlkampf Darmkrampf wird

Der diesjährige Wahlkampf ist vergleichbar mit dem RTL-Nachmittagsprogramm. Irgendwo gibt es offenbar einen ThinkTank, der daran arbeitet, alles noch stumpfer und dümmer zu machen, Kunden sind ausschließlich größere Parteien und das Fernsehen. Anders ist es nicht zu erklären, wie gruselig das ist.

Ich bin ja Hesse und nehme mir stellvertretend für die bundesdeutsche Kaste der Politiker mal Volker Bouffier und Thorsten Schäfer-Gümbel heraus.

Der Wahlkampf der CDU ist noch nicht offiziell eröffnet, und doch ist der Herr Ministerpräsident natürlich schon auf Tour. Bilder von Bouffier, wie er aus einem Bus steigt, winkt, Wurst isst und Bier trinkt. Ende der Message. Klar, wenn man politisch nichts hinbekommt außer einem Desaster nach dem anderen, dann lieber nicht mit Inhalten werben, sondern mit Wohlfühlkacke. Wer nix zu sagen hat, sagt nix, würd ich an deren Stelle wohl ebenfalls machen. Zum Glück gibts ja die Opposition.

Ich kanns kaum glauben, ich sehe Schäfer-Gümbel aus einem Bus steigen. “Wir wollen den Wechsel” steht drauf. Warum erfahren wir nicht. Stattdessen wird gewunken, gegessen, Bier getrunken. Das ist also der Wechsel. Wenig erstaunlich, dass es immer mehr Nichtwähler gibt, weil sich SPD und CDU so sehr ähneln.
“Jetzt gehts um die Wurst” ist eigentlich nur eine Redewendung. Aber ohne Wurst lässt sich offenbar kein Wahlkampf mehr gewinnen. Aber wer wurstessende Grinsegesichter wählt, darf sich am Ende über Wurstpolitik auch nicht wundern.

Allgemein ist es ja leider noch so, dass Piraten als Partei ohne Inhalte wahrgenommen werden. Offenbar ist das aber auch völlig egal. Erfolgreiche Konzepte können kopiert werden, daher gibt es jetzt ein FotoJpeg unseres Spitzenkandidaten André Hoffmann beim klassischen Wahlkampf. Lass es dir schmecken! Vergessen wir Prism, Tempora, den Überwachungsstaat, das Urheberrecht, Gesundheitspolitik und das restliche Programm. Mit Speck fängt man Mäuse, mit Wurst fängt man Wähler.

Und natürlich mit Alkohol. Bier, Bier und nochmal Bier. Gelegentlich darfs auch mal etwas Wein sein. Bei der SPD gibts offenbar Wahlkämpfer, die ausschließlich mit Alkohol auf Stimmenfang gehen.

Themawechsel. Die Asse ist einsturzgefährdet. Das Räumen des Atommülls kann vermutlich aber nicht vor 2033 beginnen. Die Kosten sind horrend, es gibt auch bereits offene Fässer, aus denen der Atommüll fröhlich strahlt. Dieselbe CDU, der wir das zu verdanken haben, trinkt fröhlich grinsend Alkohol im Wahlkampf. Dieselbe CSU, der wir das zu verdanken haben, kommt erst richtig auf Touren, wenn die Festzelte mit Bier durchflutet sind. Atommüll, Alkohol, was solls. Und Kiffen ist aus gesundheitlichen Gründen verboten.

Wenn man in Wahlkampf nur 4 Buchstaben ändern, erhält man Darmkrampf. Ich scheiss auf euern Wahlkampf.

PS: Während ich diesen Blogpost geschrieben habe twitterte Peter Tauber (CDU) etwas über den Wahlkampf.

Die Geschichte von der CDU, PRISM, Deichkind und Humankapital

Geben wir es doch zu, wir wundern uns, warum der Skandal rund um PRISM nicht deutlich mehr Aufmerksamkeit und Empörung in der Bevölkerung erreicht. Warum die CDU immer noch bei 40% +x in den Umfragen liegt. Aus meiner Sicht liegt das in der Politik der letzten 20-30 Jahre begründet. Ich mache jetzt einen gewaltigen Sprung.

Die Aufgabe einer Regierung ist es, unter anderem, den Staat stabil zu halten. Das funktioniert wunderbar, wenn es der Wirtschaft gut geht. Wir müssen zugeben, Deutschland geht es im Großen und Ganzen gut. Verschwendete Steuermilliarden gibts zwar auch genug, trotzdem geht es dem Staat finanziell gut. Das Problem aber ist, den Menschen im Staat geht es immer schlechter.

Unsere Wirtschaftshörigkeit haben wir allem voran der CDU und der FDP, aber leider auch der SPD, dank Hartz 4, zu verdanken.
Effizient arbeiten, Urlaub herschenken, unbezahlte Überstunden. Dazu wurden wir in den letzten Jahren erzogen. Alles für die Firma, damit es ihr gut geht. Damit es dem Staat gut geht. Alles für den Dackel, alles für den Club. Oder wie Marc-Uwe Kling so schön ironisch sagt: Ich arbeite gern, für meinen Konzern. Inspiriert zu diesem Blogpost hat mich ebenfalls der großartige Text von Deichkind – Bück dich hoch.

Flexibler Arbeitsmarkt bedeutet nichts anderes als weniger Arbeitnehmerrechte. Leiharbeit boomt, Vollzeitstellen werden zugunsten von Niedriglohnstellen aufgeteilt. Immer mehr befristete Arbeitsverträge, die die Arbeiter zu noch mehr Leistung antreiben sollen und die Abhängigkeit vom Arbeitgeber erhöhen. Arbeitsmarktstatistiken werden schöngerechnet, damit es den Anschein hat, die Maßnahmen sind ganz toll für alle. Das sind sie aber nicht, weil es aber ein schleichender Prozess ist, kommt es in großen Teilen der Gesellschaft nicht an. Trotz 7,1 Millionen, die nur Niedriglohn beziehen. Trotz 4,4 Millionen Menschen, die Hartz 4 beziehen. Von den 3 Millionen Rentnern und den 2,5 Millionen Kindern in Armut ganz zu schweigen.

Überhaupt, diese “Gesellschaft”. Ein tolles Wort, ich mag es auch. Aus Regierungssicht ist die Gesellschaft allerdings unterteilt. Da gibt es einmal das Humankapital. Ein ekelhaftes Wort für alle arbeitenden Menschen. Außerdem gibt es “die anderen”, die irgendwie mit durchgezogen werden müssen. Die werden teils ordentlich drangsaliert, damit ihnen weniger gezahlt werden muss, denn offenbar ist es erstrebenswert, möglichst viel Humankapital zu haben.

Effizient heisst, dank G8 schnell durch die Schule geprügelt werden, Druck im Studium machen, damit möglichst lang gearbeitet werden kann. Arbeiten arbeiten arbeiten, das Wichtigste im Leben. Sei ein braver Bürger, schufte so viel du kannst, für so wenig Geld wie möglich, da es genug andere gibt, die den Job genauso gerne für noch weniger Geld machen, Hauptsache dem Staat tut es gut. Wenn es dem Staat gut geht, geht es allen gut. Leider glauben das zu viele Leute. Thematisch ähnlich und viel besser hat das übrigens Kattascha aufgeschrieben.

Was leider vergessen wird, ist dass “die Gesellschaft” nicht einfach so existiert. Ihr liegen 82 Millionen Individuen zugrunde. Der einzelne Mensch zählt leider nichts, nur die Gesamtheit. Je weiter man politisch nach links schaut, ändert sich das. Leider nicht genug, aber da müssen wir wieder hin. Eine Gesellschaft, in der jeder nur noch eine reine Arbeitsmaschine ist oder zu den Bedürftigen gehört, ist definitiv nicht erstrebenswert.

Zurück zu PRISM: Wir sind also zur Staatshörigkeit erzogen worden. Wenn bei vielen der Einzelne nichts mehr zählt, wundert es mich nicht, dass sich viele nicht daran stören, überwacht zu werden. Denn es ist ja nur zum “Nutzen” der Gesellschaft, des Staates. Das Denken wird dem Staat überlassen. Die Gutgläubigkeit dem Staat gegenüber verhindert Bürgerbeteiligung. Der Staat ist die Summe aus 82 Millionen Einwohnern und besteht nicht nur aus der Bundesregierung. Der Kampf gegen PRISM ist nicht nur ein Kampf gegen Überwachung, sondern auch ein Kampf für denk selbst. Im Grunde sollte jedem dringend angeraten werden, sich das hervorragende Video von @manniac anzuschauen und den wunderbaren Text von @Frau_Horchert hinterher.

Reines Links wählen ist keine Alternative, auch das gibt Probleme. Die Lösung sehe ich im Zusammenarbeiten aller Parteien, fraktionsübergreifend. Wir brauchen keine Regierung mehr aus 2 Parteien, sondern themenübergreifende Mehrheiten, das Beste aus allen Welten. Das Problem dabei ist, das ist derzeit nicht machbar. Hier braucht es eine neue Partei, die die derzeitigen parlamentarischen Gepflogenheiten einfach ignoriert und je nach Thematik mit allen möglichen Parteien gemeinsame Sache macht und auf eine Änderung des gesellschaftlichen Anspruchs an die Politik hinarbeitet. Das ist im Übrigen die Piratenpartei.

Wir müssen uns entscheiden, wie wir weitermachen. Selbstbestimmtes Leben oder stumpfes Arbeitstier im Hamsterrad? Ich möchte kein Humankapital sein. Ich möchte leben.